Klangwiege
Neues Instrument in der Klangtherapie![]() Die Klangwiege mit einer Länge von 205 cm und einer Breite von 60 cm ist ein Instrument, das von mir speziell für die Klangtherapie entwickelt und in eigener Werkstatt gefertigt wird.
Sie besteht aus einem Resonanzkörper mit 27 Saiten, die wie beim Monochord alle auf den gleichen Ton gestimmt sind. Die Klangwiege ist an Seilen aufgehängt, wodurch ein freies Schwingen ermöglicht wird. Die Oberseite des Resonanzkörpers dient als Liegefläche für den "Bespielten", während der "Spieler" an einer Seite der Klangwiege sitzt und mit den Fingern beider Hände über die Saiten streicht. So wirkt die Klangwiege Beim Spielen der Klangwiege entsteht ein Grundton sehr niedriger Frequenz wenig oberhalb der Grenze des menschlichen Hörvermögens. Gleichzeitig mit dem Grundton erklingt eine Vielzahl von Obertönen, die das charakteristische Klangbild eines Monochordes prägen. Obwohl alle Saiten gleich gestimmt sind, entsteht beim Spielen der Klangwiege ein fast orchestraler Höreindruck sich gegenseitig durchdringender, verstärkender und harmonisch ergänzender Töne. Die Saitenschwingungen übertragen sich durch den Resonanzkörper auf den Körper des Liegenden, der somit eine Einheit mit dem Instrument bildet, zum Teil des Instrumentes wird. Die Intensität der Schwingungen lässt sich durch Veränderung des Fingerdrucks beim Überstreichen der Saiten in breitem Umfang verändern. Während des Spielens beginnt die Klangwiege sanft hin und her zu schwingen. Das Zusammenwirken der Klangschwingungen und der sanften Schaukelbewegungen führt beim "Bespielten" zu intensiven Körperwahrnehmungen, die in der Regel als äußerst beruhigend, entspannend und angenehm empfunden werden. Besonders tiefe Erfahrungen werden ermöglicht, wenn der "Bespielte" mit geschlossenen Augen auf dem Rücken oder Bauch liegt. Praktische Anwendung ("Klangmassagen") Die Dauer einer Sitzung richtet sich nach der Situation (Gruppe, Einzelarbeit) und den Bedürfnissen des "Bespielten" und kann zwischen einigen Minuten und einer dreiviertel Stunde betragen. Es ist sinnvoll, Beginn und Ende der Sitzung mit einer Cimbel oder Klangschale anzuzeigen. Anschließend bietet eine kurze Nachbesprechung die Möglichkeit, das Erlebte zu berichten und aufzuarbeiten. ![]() Die meisten Menschen sind von der Tiefe und Intensität der Erfahrungen auf der Klangwiege beeindruckt. Die Klangwiege löst häufig Gefühle wie Schwerelosigkeit, Schweben, ozeanische Verschmelzung und Entgrenztsein aus. Damit verbunden ist ein behutsames Zurückführen in frühe Entwicklungs- und Erlebnisbereiche bis hin zu pränatalen und perinatalen Erfahrungen. Die unmittelbare Übertragung der Klangschwingungen niedriger Frequenz führt im Zusammenwirken mit den sanften Schaukelbewegungen der Klangwiege zu ähnlichen Körperwahrnehmungen, wie sie das Ungeborene im Mutterleib macht. Die Arbeit mit der Klangwiege ermöglicht auch emotional und körperlich stark blockierten Menschen einen Zugang zu Wahrnehmungsbereichen, die ihnen bisher verschlossen waren. Auch in der Gruppenarbeit kann die Wirkung der Klangwiege genutzt werden. Das Instrument kann von mehreren Gruppenmitgliedern zugleich gespielt werden, wobei der "Bespielte" ein besonders intensives Gefühl des Getragenseins in der Gruppe erfährt. Umgang mit dem Instrument Das Instrument wurde aus hochwertigen Hölzern gefertigt und anschließend mit Leinölfirnis biologisch behandelt. Zur Auffrischung können die Oberflächen gelegentlich mit einem leinölgetränkten Lappen abgerieben werden. Die Stimmung der Saiten erfolgt durch Drehen der Stimmwirbel an einem Ende der Klangwiege mit Hilfe eines Stimmschlüssels. Es können verschiedene Grundtöne gewählt werden, auf die alle Saiten eingestimmt werden. Dabei ist zu beachten, dass die Saitenspannung weder zu gering noch zu hoch gewählt wird. Bei zu geringer Spannung klingt die Saite nicht optimal, während bei zu hoher Spannung die Gefahr des Reißens besteht. Soll die Klangwiege auf einen höheren Grundton eingestimmt werden, ohne die Saiten zu überspannen, wird der verschiebbare Steg verwendet, um die Mensur, d.h. die Schwingungslänge der Saiten zu verkürzen, wodurch sich die Tonlage erhöht. Der Grundton sollte allerdings nicht zu hoch eingestellt werden, da der Resonanzraum der Klangwiege auf niedrige Frequenzen eingestellt ist und daher vorwiegend auf tiefe Töne anspricht. Die Klangwiege ist ein Holzinstrument und reagiert auf Schwankungen der Luftfeuchtigkeit und Temperatur in der Umgebung. Ein neues Instrument muss in den ersten Wochen öfter nachgestimmt werden, bis es die Stimmung hält. Dabei hat sich folgende Vorgehensweise bewährt: Zunächst wird eine außenliegende Saite auf den gewünschten Grundton eingestimmt. Anschließend werden der Reihe nach alle weiteren Saiten auf diesen Ton gestimmt, indem der Ton der zuerst gestimmten Saite immer wieder als Referenzton angeschlagen wird. Es lohnt sich, das Stimmen der Saiten sehr sorgfältig durchzuführen, da das Resonanz- und Schwingungsverhalten der Klangwiege wesentlich von der sauberen Stimmung des Instrumentes abhängt. |
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