Monochord
Monochorde aus unserer Werkstatt
Unsere Klangwelt-MonochordeMit einem Klick auf das Bild geht es zu unserer Monochord-Galerie:
![]() unsere Monochordfamilie - von 1,06 m bis 2,05 m Alle Instrumente werden aus hochwertigen Hölzern gefertigt und mit einer Mischung aus Leinölfirnis und ätherischen Ölen biologisch behandelt. Die Stimmstöcke werden aus Ahorn oder Buche gefertigt, die Zargen aus Buche oder Fichte. Für die Decken wird überwiegend Meranti-Multiplex-Holz verwendet, das gute Klangeigenschaften und weitgehende Witterungsstabilität garantiert sowie Rissbildungen vermeidet. Die Instrumente sind mit blankem Musiksaitendraht höchster Qualität bespannt, der im Gegensatz zu den häufig verwendeten umsponnenen Saiten einen deutlich höheren Obertonreichtum aufweist. 1. Das Doppelmonochord Durch die beidseitige Bespannung dieses Klangwelt-Monochordes mit je 25 Saiten sind in diesem Instrument praktisch 2 Monochorde vereinigt, daher der Name Doppelmonochord. Diese Bauweise erweitert nicht nur das Spektrum der Spielmöglichkeiten, sondern bewirkt auch eine deutliche Verbesserung der Resonanz, der Klangfülle und des Obertonreichtums. Wir bieten dieses Monochord sowohl in der senkrechten als auch in der waagerechten Bauweise an. Doppelmonochord, Länge 158 cm, Breite 30 cm, Saitenzahl 2x25, Stimmung z.B.: Obersaite A, Untersaite D ![]() Klangweltmonochord stehend
2. Das Bass-Doppelmonochord Das Bass-Monochord ist wegen seiner beidseitigen Bespannung ebenfalls ein Doppelmonochord. Mit einer Länge von 2 Metern ist es nach unserer Kenntnis das größte, im Handel angebotene Instrument dieser Art. Dementsprechend verfügt es über ein gewaltiges Klangvolumen und einen beeindruckenden Obertonreichtum. Auch das Bassmonochord bieten wir für die senkrechte oder waagerechte Spielweise an. Bassmonochord, Länge 200 cm, Breite 35 cm, Saitenzahl 2x25, Stimmung z.B.: Obersaite G, Untersaite C ![]() Klangwelt-Bassmonochord
Historische Entwicklung des Monochordes1. Ursprung im Altertum In seiner Wortbedeutung heißt Monochord soviel wie Einsaiter. Von Pythagoras wurde es in der Antike für grundlegende Experimente über den Aufbau der Harmonielehre der Töne entwickelt. Damals bestand es lediglich aus einem Brett, über das eine einzige Saite gespannt war. 2. Das heutige Monochord Heute versteht man unter Monochord ein Instrument mit zahlreichen gleich langen Saiten, die alle auf einen Ton gestimmt sind. Streicht man mit den Fingern beider Hände in abwechselnder Folge langsam über die Saiten, so entsteht ein eigentümlicher, geheimnisvoll klingender Dauerton, der extrem reich an Obertönen ist. Das Monochord wird häufig in der heutigen Meditationsmusik sowie in der Musik- und Klangtherapie verwendet. Klangvielfalt des MonochordesDer typische Klang des Monochordes entsteht aus der Überlagerung und Resonanz der gleich gestimmten Saiten. So wie eine einzelne menschliche Stimme anders klingt als ein Chor aus zahlreichen Stimmen, so erzeugt das Anschlagen einer einzelnen Saite einen anderen Klang als die gleichzeitigen Schwingungen vieler Saiten, die auf den gleichen Ton gestimmt sind. Dabei werden vor allem die Obertöne, die beim Anschlag jeder Saite neben dem Grundton erklingen, auf vielfache Weise verstärkt und verändert, so dass ein orchestraler Höreindruck entsteht. Die Qualität des Klanges lässt sich durch Veränderung des Fingerdrucks sowie Wechsel des Saitenabschnitts beim Spiel auf vielfache Weise variieren. Werden die äußeren Saiten des Monochordes mit einem Geigenbogen gestrichen, so entsteht ein sehr intensiver Dauerton, der durch die Resonanz der übrigen Saiten sehr lange nachhallt. Sphärenhafte Klänge entstehen, wenn einzelne Saiten des Monochordes mit der rechten Hand angeschlagen werden, während gleichzeitig ein Finger der linken Hand die Saite an den Teilungspunkten der Saite leicht be- rührt (Flagoletttechnik). Die Teilungspunkte liegen im Bereich der ganzzahligen Teiler der freischwingenden Saitenlänge, also bei 1/2, 1/3, 1/4 usw. der Saite. Für jeden dieser Bereiche ist ein bestimmter Oberton charakteristisch. Monochord in der Klangtherapie![]() Die meisten Menschen empfinden den Klang des Monochordes als sehr entspannend und beruhigend. Häufig werden auch Gefühle des Entgrenztseins, des Schwebens oder ozeanischer Verschmelzung ausgelöst, die unmittelbar körperlich erfahren werden. Das Monochord kann ohne Vorübung auch von Kindern spontan gespielt werden. Damit eignet es sich in besonderer Weise für intuitive Klangerfahrungen, wie sie in der klangtherapeutischen Arbeit wichtig sind. In der Gruppe hat das Monochord seine besondere Bedeutung als Borduninstrument. D.h. es schafft den Klanggrund, die klangliche Basis für das gemeinsame Spiel mit verschiedenen Instrumenten. Aus diesem Grund ist das Monochord auch für Meditationsmusik hervorragend geeignet. StimmungMonochorde können praktisch auf jeden Ton der Tonleiter gestimmt werden. Die Tonhöhe wird dabei von der Länge der freischwingenden Saite (Mensur), dem Saitenquerschnitt und Material und der Saitenspannung bestimmt. Da für eine optimale Tongebung die Saitenspannung nur innerhalb enger Grenzen variiert werden kann, wird je nach angestrebtem Grundton der Saitenquerschnitt und die Mensur verändert. Somit weist ein Monochord mit tiefem Grundton eine größere Baulänge auf als ein Instrument mit höherem Grundton. Häufig wird ein Monochord sowohl auf der Obersaite als auch auf der Untersaite mit Saiten bespannt, die sich im Querschnitt unterscheiden. Auf diese Weise kann das Instrument auf zwei Grundtöne eingestimmt werden, die z.B. eine Quart oder Oktave auseinanderliegen. Klangfülle und Anwendungsmöglichkeiten des Monochordes erweitern sich damit beträchtlich. Monochord als MelodieinstrumentEin Monochord kann auch auf verschiedene Töne oder eine Tonskala eingestimmt werden, indem die Mensuren der Saiten durch Unterlegen von Stegklötzchen auf verschiedene Längen eingestellt werden. Ein solches Instrument ist vergleichbar mit dem chinesischen Goucheng oder der japanischen Koto und kann als Vorläufer unserer Zither betrachtet werden. Für die Musik- und Klangtherapie eignet sich dies Bauweise besonders, wenn eine pentatonische Stimmung gewählt wird, bei der die Halbtonschritte fehlen und keine Dissonanzen entstehen können. |
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